Zu den interessantesten Light-E-MTBs 2026 zählen das Amflow PX Carbon Pro, Scott Lumen 900 SL, Trek Fuel+ Gen 2, Orbea Rise SL, Canyon Neuron:ONfly und Cannondale Moterra SL. Ein Light-E-MTB ist ein vergleichsweise leichtes E-Mountainbike, bei dem agiles Handling, eine kompakte Systemintegration und ein ausgewogenes Verhältnis aus Motor, Akku und Gewicht im Mittelpunkt stehen. Das beste Light-E-MTB ist 2026 nicht automatisch das leichteste, sondern das Modell mit der passenden Balance aus Gewicht, Unterstützung, Reichweite und Fahrwerk. Eine verbindliche Gewichtsgrenze gibt es nicht, zudem verschwimmt die Grenze zum Full-Power-E-MTB zunehmend. Dieser Vergleich ordnet sechs aktuelle Modelle ein und zeigt, welches Konzept zu welchem Einsatzbereich passt.
Die besten Light E-MTBs 2026 auf einen Blick
Die sechs Modelle verfolgen unterschiedliche Konzepte. Scott, Trek, Orbea und Canyon liegen näher am klassischen Light-E-MTB. Das Amflow PX und Cannondale Moterra SL kombinieren ein vergleichsweise niedriges Gewicht mit deutlich kräftigeren Antrieben.
| Vergleich | Amflow PX Carbon Pro | Scott Lumen 900 SL | Trek Fuel+ Gen 2 | Orbea Rise SL | Canyon Neuron:ONfly | Cannondale Moterra SL |
| Konzept | leichtes Full-Power-E-MTB | klassisches Light-E-MTB | klassisches Light-E-MTB | klassisches Light-E-MTB | klassisches Light-E-MTB | leichtes Full-Power-E-MTB |
| Gewicht | 20,6 kg* | 15,5 kg | modellabhängig | modellabhängig | modellabhängig | 19,7 kg |
| Motor | Avinox M2S | TQ HPR60 | TQ HPR60 | Shimano EP801 RS Gen 2 | Bosch Performance Line SX | Shimano EP801 |
| Drehmoment | 130 Nm, bis 150 Nm im Boost | 60 Nm | 60 Nm | 60 oder 85 Nm | 60 Nm | 85 Nm |
| Akku | 700 Wh | 360 Wh | 580 Wh | 420 oder 630 Wh | 400 Wh | 601 Wh |
| Federweg | 160 mm vorn | 140/130 mm | 150–170 mm vorn, 145–160 mm hinten | 140/140 mm | 140 mm | 160/150 mm |
| Am besten für | viel Motorleistung bei niedrigem Gewicht für diese Leistungsklasse | konsequenten Leichtbau | vielseitige Trail-Einsätze | natürliches Fahrgefühl und flexible Unterstützung | Bosch-SX-Fans und Touren | technische Trails mit Full-Power-Unterstützung |
* Die 20,6 kg gelten für das Amflow PX Carbon Pro in Größe M als komplettes Bike im Tubeless-Setup. Das tatsächliche Gewicht kann unter anderem durch Ausstattung, Pedale, Beleuchtung und Fertigungstoleranzen abweichen.
Die Amflow-Spezifikationen bestätigen für das PX Carbon Pro einen Avinox M2S mit 130 Nm Nennwert, 150 Nm Spitze und einen integrierten 700-Wh-Akku. Damit gehört das Modell zu den leistungsstärkeren Optionen in diesem E-MTB-Vergleich. Scott nennt für das aktuelle Lumen 900 SL 15,5 kg, 60 Nm und 360 Wh. Trek kombiniert beim Fuel+ Gen 2 den TQ HPR60 mit 60 Nm und einem 580-Wh-Akku. Orbea bietet beim Rise SL die Modi RS mit 60 Nm und RS+ mit 85 Nm sowie Akkus mit 420 oder 630 Wh. Canyon setzt beim Neuron:ONfly auf Bosch SX mit 60 Nm und 400 Wh. Das Cannondale Moterra SL ergänzt das Feld der leichten EMTB mit 85 Nm, 601 Wh und 19,7 kg.
Grundlage des Vergleichs
Die Einordnung basiert auf aktuellen Herstellerangaben zu Gewicht, Motor, Akku, Fahrwerk und Einsatzbereich. Die Bikes wurden für diesen Artikel nicht unter identischen Bedingungen selbst getestet. Deshalb handelt es sich um einen Produktvergleich und eine Kaufberatung, nicht um einen eigenen Fahr- oder Labortest.
Die Modelle im Detail
Amflow PX Carbon Pro: 20,6 kg mit 700 Wh und 130 Nm
Das Amflow PX Carbon Pro hebt sich durch das Verhältnis aus Gewicht, Motorleistung und Akkukapazität vom klassischen Light-E-MTB ab.
In Größe M gibt Amflow für das komplette Bike im Tubeless-Setup 20,6 kg an. Der Avinox M2S liefert einen Nennwert von 130 Nm und erreicht in der Spitze 150 Nm. Der integrierte Akku bietet 700 Wh.
Die 150 Nm stehen dabei nicht dauerhaft zur Verfügung. Laut Amflow kann der Boost-Modus maximal 60 Sekunden gehalten werden, danach wechselt das System zurück in den zuvor gewählten Modus.
Damit ist das PX Carbon Pro präziser als leichtes Full-Power-E-MTB einzuordnen. Ein klassischer Light-Antrieb mit 50 oder 60 Nm verlangt auf steilen Anstiegen mehr Eigenleistung. Beim PX stehen deutlich größere Leistungsreserven zur Verfügung.
Auch die Ausstattung ist auf anspruchsvolle Trails ausgelegt. Vorne arbeitet eine FOX 36 Factory mit 160 mm Federweg und GRIP-X2-Dämpfung, hinten ein FOX Float X Factory. Das PX Carbon Pro fährt serienmäßig als Mullet mit 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten. Die Felgen des Pro-Modells bestehen aus Carbon.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Geometrie. Amflow ermöglicht fünf Einstellungen am Steuerwinkel, zwei Positionen für die Tretlagerhöhe und vier Einstellungen der Kettenstrebenlänge. Daraus ergeben sich theoretisch bis zu 40 Geometriekonfigurationen.
Passend ist das PX Carbon Pro vor allem für Fahrer, die viel Unterstützung und einen großen Akku wollen, das Gewicht aber deutlich stärker im Blick haben als bei einem klassischen schweren Full-Power-E-MTB. Wer dagegen kompromisslos möglichst wenig Gewicht und eine zurückhaltende Motorunterstützung sucht, fährt mit einem klassischen Light-Konzept wie dem Scott Lumen konsequenter.
Als Alternative innerhalb der Amflow-Familie kommt das Amflow PR Carbon Pro infrage. Es nutzt ebenfalls den Avinox M2S mit 130 Nm Nennwert und bis zu 150 Nm Spitze, kombiniert ihn aber mit einem herausnehmbaren 800-Wh-Akku und einer FOX 36 Performance mit 160 mm Federweg.
Das PR wird hier bewusst nicht als weiteres Light-E-MTB in die Haupttabelle aufgenommen. In den vorliegenden Amflow-Unterlagen ist kein eindeutig ausgewiesenes Komplettgewicht vorhanden, das eine saubere Gewichtseinordnung des PR Carbon Pro innerhalb dieses Vergleichs erlaubt. Die von Amflow genannten rund 2,9 kg beziehen sich auf den Rahmen des PR Carbon in Größe M, nicht auf das komplette Fahrrad.
Scott Lumen 900 SL: konsequenter Leichtbau
Wer das Gewicht möglichst weit reduzieren möchte, findet mit dem Scott Lumen 900 SL eines der konsequentesten Light-E-MTB-Konzepte in diesem Vergleich.
Scott gibt ein Gewicht von 15,5 kg an. Dazu kommen der TQ HPR60 mit 60 Nm, ein integrierter 360-Wh-Akku sowie 140 mm Federweg vorne und 130 mm hinten. Ein 160-Wh-Range-Extender kann die verfügbare Energie bei längeren Touren ergänzen.
Das Lumen orientiert sich stärker an einem leichten Downcountry- oder Trailbike als an einem Full-Power-E-MTB. Der kompakte Motor unterstützt deutlich, verlangt auf steilen Anstiegen aber mehr Eigenleistung als Systeme mit 85 Nm oder mehr.
Das macht das Scott vor allem für sportliche Fahrer interessant, die ein möglichst leichtes Bike suchen und den Motor als Unterstützung nutzen wollen, ohne das Fahrgefühl stark in Richtung eines schweren E-MTBs zu verschieben.
Trek Fuel+ Gen 2: vielseitiger Trail-Allrounder
Das Trek Fuel+ Gen 2 ersetzt die erste Generation des Fuel EXe und bringt ein stärkeres Antriebssystem sowie mehr Akkukapazität mit.
Der aktuelle TQ HPR60 liefert 60 Nm, der Hauptakku fasst 580 Wh. Damit bietet das Fuel+ deutlich mehr Energiereserve als der Vorgänger mit seinem 360-Wh-Akku. Zusätzlich steht ein 160-Wh-Range-Extender zur Verfügung.
Trek bietet die Plattform als EX, MX und LX an. Je nach Variante liegen vorne 150 bis 170 mm und hinten 145 bis 160 mm Federweg an. Auch zwischen 29-Zoll- und Mullet-Konfigurationen wird unterschieden.
Damit deckt das Fuel+ einen breiteren Trail-Bereich ab als viele stärker spezialisierte Light-E-MTBs. Es passt gut zu Fahrern, die einen kompakten 60-Nm-Antrieb bevorzugen, bei Akkukapazität und Fahrwerksreserven aber weniger Einschränkungen möchten.
Orbea Rise SL: natürliche Unterstützung mit 60 oder 85 Nm
Das Orbea Rise SL kombiniert eine leichte Trail-Plattform mit einer ungewöhnlich flexiblen Motorabstimmung.
Der Shimano EP801 RS Gen 2 bietet zwei relevante Einstellungen: RS liefert 60 Nm, während RS+ bis zu 85 Nm bereitstellt. Damit lässt sich die Unterstützung je nach Tour und gewünschter Eigenleistung anpassen.
Bei der Batterie stehen 420 oder 630 Wh zur Wahl. Für besonders lange Touren kann zusätzlich ein 210-Wh-Range-Extender eingesetzt werden. Das Rise SL bietet vorne und hinten 140 mm Federweg.
Gerade diese Kombination macht das Rise interessant. Mit dem kleineren Akku und RS-Modus lässt sich das Konzept stärker auf geringes Gewicht und Eigenleistung ausrichten. Mit größerem Akku und RS+ stehen deutlich mehr Reserven für längere oder steilere Touren bereit.
Canyon Neuron:ONfly: Light-E-MTB mit Bosch SX
Das Canyon Neuron:ONfly richtet sich an Fahrer, die gezielt einen kompakten Bosch-Antrieb suchen.
Der Bosch Performance Line SX liefert 60 Nm. Canyon kombiniert ihn mit einem integrierten 400-Wh-Akku und 140 mm Federweg. Das Carbon-Bike rollt auf 29-Zoll-Laufrädern.
Der SX-Antrieb kann bei hoher Trittfrequenz bis zu 600 Watt Spitzenleistung bereitstellen. Sein Charakter passt daher besonders zu einer aktiven, sportlichen Fahrweise.
Für längere Touren lässt sich das System mit dem Bosch PowerMore 250 erweitern. Canyon nennt für den Range Extender eine zusätzliche Kapazität von 250 Wh.
Das Neuron:ONfly ist damit eine naheliegende Wahl für Fahrer, die den Bosch-SX-Antrieb mit einem touren- und trailorientierten Light-E-MTB verbinden möchten.
Cannondale Moterra SL: Full-Power unter 20 kg
Das Cannondale Moterra SL gehört wie das Amflow PX zur Gruppe leichter E-MTBs mit Full-Power-Charakter.
Cannondale kombiniert einen speziell abgestimmten Shimano EP801 mit 85 Nm, einen 601-Wh-Akku sowie 150 mm Federweg hinten und 160 mm vorne. Für das Konzept nennt Cannondale ein Gewicht von 19,7 kg.
Damit liegt das Moterra SL bei der Motorleistung deutlich über klassischen 60-Nm-Light-Systemen. Gleichzeitig bleibt es unter der 20-kg-Marke, obwohl Akku und Fahrwerk deutlich stärker in Richtung Full-Power und anspruchsvolle Trails ausgelegt sind.
Gegenüber dem Amflow PX unterscheidet es sich vor allem beim Antrieb: 85 Nm beim Cannondale stehen 130 Nm Nennwert und bis zu 150 Nm im Boost beim PX gegenüber. Das Moterra SL ist damit eine interessante Option für Fahrer, die ein leichtes, potentes Trailbike suchen, aber keine Motorleistung auf PX-Niveau benötigen.
Was ist ein Light E-MTB?
Ein Light-E-MTB ist ein vergleichsweise leichtes E-Mountainbike, das Motorunterstützung mit einem möglichst agilen und natürlichen Fahrverhalten verbindet.
Typische Light-E-MTBs verwenden kompaktere Motoren und kleinere Akkus als klassische Full-Power-Modelle. In aktuellen Marktvergleichen werden häufig Gewichte von etwa 17 bis 21 kg genannt, besonders leichte Modelle liegen auch darunter.
Eine verbindliche technische Gewichtsgrenze gibt es jedoch nicht. Deshalb ist es sinnvoller, das komplette System zu betrachten.
Light-E-MTB und Full-Power-E-MTB im Vergleich
| Merkmal | Klassisches Light-E-MTB | Leichtes Full-Power-E-MTB | Klassisches Full-Power-E-MTB |
| Schwerpunkt | geringes Gewicht und natürliches Fahrgefühl | hohe Leistung bei reduziertem Gewicht | maximale Leistung und Reichweite |
| Drehmoment | häufig etwa 50–60 Nm | etwa 85 Nm oder deutlich mehr | in der Regel hohe Unterstützung |
| Akku | eher klein bis mittel | mittel bis groß | meist groß |
| Eigenleistung | tendenziell höher | tendenziell geringer | tendenziell geringer |
| Typischer Einsatz | XC, Tour, Trail | Trail, All-Mountain, Enduro | Trail, All-Mountain, Enduro |
| Beispiele | Scott Lumen, Trek Fuel+, Canyon Neuron:ONfly | Amflow PX, Cannondale Moterra SL | klassische schwere Full-Power-E-MTBs |
Das Gesamtgewicht allein reicht daher 2026 nicht mehr aus, um ein E-MTB sinnvoll einzuordnen. Ein Bike mit 700 Wh und sehr hohem Drehmoment muss anders bewertet werden als ein ähnlich schweres Modell mit kleinerem Akku und 60-Nm-Light-Antrieb.
Worauf solltest du beim Kauf eines Light E-MTBs achten?
Gewicht
Geringes Gewicht verbessert vor allem die Handhabung. Das Bike lässt sich leichter umsetzen, anheben und transportieren. Auf technischen Trails kann weniger Masse außerdem ein direkteres Fahrgefühl begünstigen.
Für den Vergleich sollte das Gewicht jedoch immer zusammen mit Motor, Akku und Fahrwerk betrachtet werden.
Das Scott Lumen 900 SL erreicht beispielsweise 15,5 kg mit 360 Wh und 60 Nm. Das Amflow PX Carbon Pro liegt bei 20,6 kg, bietet dafür aber 700 Wh und 130 Nm Nennwert.
Die reine Kilogrammzahl sagt daher nur einen Teil über das Gesamtkonzept aus.
Motor und Drehmoment
Für sportliche Fahrer können 50 bis 60 Nm vollkommen ausreichend sein. Systeme wie der TQ HPR60 setzen auf einen kompakten Aufbau und verlangen bei steilen Anstiegen mehr Eigenleistung.
Bei 85 Nm steigen die Reserven deutlich. Das zeigt etwa das Cannondale Moterra SL. Beim Orbea Rise SL lässt sich je nach Modus zwischen 60 und 85 Nm wählen.
Das Amflow PX liegt mit 130 Nm Nennwert und bis zu 150 Nm im Boost nochmals deutlich darüber. Die maximale Boost-Unterstützung ist zeitlich begrenzt.
Mehr Drehmoment ist nicht für jeden Einsatz automatisch besser. Entscheidend sind Gelände, Steigungen, Fahrergewicht, gewünschte Eigenleistung und Fahrstil.
Akku und Reichweite
Beim Akku zeigt sich der Zielkonflikt eines Light-E-MTBs besonders deutlich. Mehr Kapazität schafft Energiereserven, erhöht aber in der Regel auch das Systemgewicht.
In diesem Vergleich reicht das Spektrum von 360 Wh beim Scott Lumen über 400 Wh beim Canyon und 580 Wh beim Trek bis zu 700 Wh beim Amflow PX. Orbea bietet beim Rise SL wahlweise 420 oder 630 Wh, das Cannondale Moterra SL kommt auf 601 Wh.
Aus der Akkukapazität lässt sich keine feste Reichweite ableiten. Höhenmeter, Unterstützungsstufe, Körpergewicht, Temperatur, Untergrund, Reifen und Fahrweise beeinflussen den Verbrauch.
Federweg
Für schnelle Touren und weniger ruppige Trails reichen häufig etwa 130 bis 140 mm Federweg. Wer regelmäßig technische Abfahrten, größere Schläge oder steiles Gelände fährt, profitiert eher von mehr Reserven.
Das Scott Lumen bietet 140 mm vorne und 130 mm hinten. Das Orbea Rise SL liegt bei 140/140 mm. Amflow PX und Cannondale Moterra SL setzen vorne jeweils auf 160 mm und richten sich stärker an anspruchsvollere Trail-Einsätze.
Geometrie und Laufräder
Auch bei einem leichten E-MTB müssen Rahmengröße und Geometrie zum Fahrer passen. Reach, Lenkwinkel und Kettenstreben beeinflussen Kontrolle, Agilität und Laufruhe stärker als einzelne Gewichtsunterschiede von wenigen hundert Gramm.
29-Zoll-Laufräder bieten gutes Überrollverhalten. Mullet-Bikes kombinieren ein 29-Zoll-Vorderrad mit 27,5 Zoll hinten und zielen auf eine Mischung aus Laufruhe vorne und einem beweglicheren Heck.
Das Amflow PX Carbon Pro nutzt serienmäßig ein Mullet-Setup. Zusätzlich lassen sich Steuerwinkel, Tretlagerhöhe und Kettenstrebenlänge einstellen.
Welches Light E-MTB passt zu dir?
| Dein Schwerpunkt | Passendes Modell | Warum |
| sehr hohe Motorleistung bei vergleichsweise niedrigem Gewicht | Amflow PX Carbon Pro | 130 Nm, bis 150 Nm im Boost, 700 Wh und 20,6 kg* |
| möglichst wenig Gewicht | Scott Lumen 900 SL | 15,5 kg, TQ HPR60 und 360 Wh |
| vielseitiges Trail-Konzept | Trek Fuel+ Gen 2 | 60 Nm, 580 Wh und mehrere Fahrwerksvarianten |
| flexible Motorunterstützung | Orbea Rise SL | 60 oder 85 Nm sowie zwei Akkuoptionen |
| Bosch-SX-System | Canyon Neuron:ONfly | Bosch SX mit 60 Nm und 400 Wh |
| Full-Power mit viel Federweg | Cannondale Moterra SL | 85 Nm, 601 Wh und 160/150 mm |
* Amflow PX Carbon Pro, Größe M, komplettes Bike im Tubeless-Setup.
Wer möglichst nah an einem leichten Bio-MTB bleiben möchte, sollte Scott, Orbea und Trek besonders genau ansehen. Für Bosch-Fahrer ist das Canyon eine klare Option. Amflow PX und Cannondale Moterra SL passen besser zu Fahrern, die höhere Unterstützung und mehr Energiereserve priorisieren.
Häufige Fragen zu Light E-MTBs
Kann man ein Light E-MTB gut ohne Motorunterstützung fahren?
In der Regel ja. Das geringere Gesamtgewicht macht das Fahren ohne Unterstützung meist angenehmer als bei einem schweren Full-Power-E-MTB. Wie leicht sich das Bike tatsächlich pedalieren lässt, hängt zusätzlich von Motorwiderstand, Reifen, Übersetzung und Gelände ab.
Braucht man bei einem Light E-MTB einen Range Extender?
Nicht zwingend. Ein Range Extender lohnt sich vor allem für lange Touren oder viele Höhenmeter, wenn das Bike serienmäßig einen kleinen Akku nutzt. Bei kürzeren Trail-Runden kann der Hauptakku bereits ausreichend sein.
Eignet sich ein Light E-MTB für lange Alpentouren?
Ja, wenn Akkukapazität, Höhenmeter, Unterstützungsstufe und eigene Fitness zur geplanten Tour passen. Für lange Strecken mit vielen steilen Anstiegen bieten größere Akkus oder Range Extender zusätzliche Reserve. Bei häufig hoher Motorunterstützung steigt der Energieverbrauch entsprechend.
Fazit: Welches Light E-MTB ist 2026 die beste Wahl?
Eine einzige beste Wahl für alle Fahrer gibt es nicht. Die Modelle setzen unterschiedliche Prioritäten.
Das Scott Lumen 900 SL ist besonders interessant, wenn möglichst wenig Gewicht im Vordergrund steht. Das Trek Fuel+ Gen 2 verbindet einen klassischen 60-Nm-Light-Antrieb mit einem vergleichsweise großen 580-Wh-Akku. Beim Orbea Rise SL sind die variable Motorabstimmung und die beiden Akkuoptionen die stärksten Argumente. Das Canyon Neuron:ONfly bietet einen klaren Einstieg in das Light-E-MTB-Konzept mit Bosch SX.
Das Amflow PX Carbon Pro setzt einen anderen Schwerpunkt. 20,6 kg in der genannten Konfiguration treffen auf einen 700-Wh-Akku und einen Avinox M2S mit 130 Nm Nennwert sowie bis zu 150 Nm im zeitlich begrenzten Boost. Damit ist es vor allem für Fahrer interessant, die hohe Full-Power-Unterstützung mit einem für diese Leistungs- und Akkuklasse vergleichsweise niedrigen Gewicht verbinden möchten.
Für die Kaufentscheidung sind deshalb vier Punkte besonders wichtig: Gewicht, Motorleistung, Akkukapazität und Einsatzbereich. Wer diese vier Faktoren nach den eigenen Trails priorisiert, findet deutlich zuverlässiger das passende E-MTB als über die Suche nach dem niedrigsten Gewicht allein.
